… des Hauses


 

 

Auf dieser Seite wollen wir darstellen, wie die technische und räumliche Ausstattung, die Organisation und die Struktur des Hauses verändert wurde.

Hausordnung in den fünfziger Jahren

Selbstverständlich gibt es eine Hausordnung. Dort wird zum Beispiel darauf hingewiesen dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „… pünktlich zum Unterrichtsbeginn und zu den Mahlzeiten …“ kommen und dass die Schuhe am Abend vor die Tür gestellt werden sollen. Das Reinigen der Schuhe im Zimmer „…ist unstatthaft …“, aber „… sie werden geputzt am anderen Morgen zurückgegeben …“, heißt es in der Hausordnung. Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass das Heim um 23 Uhr schließt und die Überschreitung nur nach vorhergehender Beurlaubung durch den Schulleiter möglich ist.

Das alles und noch so manches andere ist in der ersten Hausbroschüre von 1955 festgehalten. Dort wird auch auf das Lesezimmer mit Bibliothek, das Schwimmbad, die Kleingolfanlage, das Fernsehgerät, den Dachgarten, die Kegelbahn und den Tischtennisraum hingewiesen. Aber auch auf die Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung und darauf, dass in der Restauration kein „Verzehrzwang“ besteht. Dazu aber später mehr.

Hier kannst Du die allgemeinen Seiten der Broschüre als pdf-Datei (11 MB) ansehen : Broschüre 1955

 

Innenarchitektur und Ausstattung

1955 bis 1975

„Die moderne Linienführung des Hauses läßt bereits von außen die großzügige lichte Innengestaltung erkennen. In schöner Harmonie sind Farben und Formen aufeinander abgestimmt. Weite Treppenaufgänge, lichte Flure, immer wieder auslaufend auf große Fensterwände mit herrlichem Blick über die Rasenflächen, Blumenbeete und Grünanlagen hinweg ins Land hinaus, geben den Kolleginnen und Kollegen die Gewißheit, daß sie neben der Arbeit ein angenehmer Aufenthalt und eine schöne Erholungszeit erwartet.“ So beginnt in der ersten Broschüre zum „Schulungs- und Erholungsheim Haus Blankenstein“ die Beschreibung des Hauses selbst. Diese offene Architektur und die Möglichkeit einen angenehmen Aufenthalt erleben zu können werden auch als Voraussetzungen für eine „fruchtbare Zusammenarbeit im gewerkschaftlichen Sinne“ verstanden.

Von der großzügigen, hellen und mit einer Sitzecke ausgestatteten Eingangshalle gelangt man über ebenso großzügige und helle Treppen und Korridore zu den Schulungsräumen, zum Speisesaal, zu den Verwaltungsräumen und zu den Zimmern. Es gibt in den 50er Jahren insgesamt fünfundvierzig Einzel- und Doppelzimmer für achtzig Gäste. Die Zimmer haben fließend warmes und kaltes Wasser, sprich: ein Waschbecken. Duschen, Toiletten und Wannenbäder befinden sich an den Enden der Korridore im Zimmerbereich.

 

1975 bis Anfang der 90er Jahre

Grundlage für die bauliche Konzeption für den Um- und Erweiterungsbau 1975 / 1976 sind die folgenden Anforderungen:

  1. Schaffung einer die Kommunikation und die Lernbereitschaft fördernde Atmosphäre
  2. Mehrfunktionale Nutzung der Räume
  3. Herstellung personalfreundlicher Bedingungen
  4. Funktionsgerechte technische Ausstattung
  5. Schaffung kinderfreundlicher Bedingungen für Familienseminare

(aus: Konzeption für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit, Deutsche Postgewerkschaft, Hauptvorstand, Im November 1976, Seiten 37 und 38)

Leitung des Hauses

In den 1950er-Jahren gibt es eine doppelte Leitung im Haus Blankenstein, eine Heimleitung und eine Schulungsleitung. Die Heimleitung wird von der Kollegin Baumann ausgeübt. Die Schulungsleitung liegt bis 1957 in den Händen des Kollegen Schlicker.  Aber auch dazu später mehr.