… in Perioden


Vorwort zu den Perioden

Auf den folgenden Seiten stellen wir die Entwicklung des ver.di Bildungszentrums Gladenbach mit den wichtigsten Daten stichwortartig dar. Der Übersichtlichkeit halber fassen wir die Geschichte des Bildungszentrums in Perioden von jeweils zehn Jahren zusammen. Uns ist bewusst, dass diese Vorgehensweise etwas willkürlich erscheint, da die Veränderungen und Entwicklungen nicht so scharf voneinander abgegrenzt werden können. Nichts geschieht plötzlich. Immer gibt es einen Vorlauf, der manchmal sehr lange zurück reicht. Trotzdem ist es so, dass in jeder dieser Periode wichtige Dinge geschehen, die wir damit gut erfassen können.

Um zu zeigen vor welchem Hintergrund die Entwicklung des Bildungszentrums stattgefunden hat, stellen wir auch die unseres Erachtens wichtigsten gesellschaftlichen, politischen und gewerkschaftlichen Daten dar.

Diese stichwortartigen Darstellungen untermauern wir mit Fotos und Dokumenten.

Anekdoten, Geschichten und Geschichtchen, atmosphärische Fotos gibt es in dieser Darstellung eher nicht. Das finden interessierte Leserinnen und Leser an anderer Stelle dieser Internetseite.

50er Jahre

Wie alles begann

Der geschäftsführende Hauptvorstand (GHV) der Deutschen Postgewerkschaft (DPG), eine der Vorgängergewerkschaften von ver.di, diskutiert in seiner Sitzung am 13. März 1952 in Frankfurt am Main über Kauf oder Bau eines Schulungs- und Erholungsheimes.

Die einzelnen Bezirke wünschen sich, neben den schon bestehenden, ein weiteres Erholungsheim. Dieser Wunsch wird nicht weiter verfolgt. Da aber dringend ein zentrales Schulungsheim benötigt wird, ist sich der GHV einig darüber, dass nur ein kombiniertes Schulungs- und Erholungsheim in Frage kommt. Die laufenden Kosten für ein reines Schulungsheim sind ihrer Auffassung nach viel zu hoch. Im Vorfeld dieser Sitzung wurde zunächst der Kauf einer Immobilie in Erwägung gezogen. Der Vorsitzende der DPG, Kollege Stenger, berichtet im GHV über die Besichtigung einer Villa bei Hannover. Das Grundstück soll 90 000 DM kosten. Es gäbe einen schönen Garten und auch die Gebäude seien sehr schön, müssten aber umgebaut werden. Da die Kosten für einen Umbau sehr hoch sind, wird der Kauf abgelehnt. Überhaupt ist man der Überzeugung, dass nur ein Neubau in Frage kommt, „da dieser immer am rentabelsten ist“.

Schließlich fasst der GHV den Beschluss „…dem Hauptvorstand vorzuschlagen, den Neubau eines Schulungs- und Erholungsheimes im mittleren westdeutschen Raum vorzunehmen…“. Die Finanzierung soll zu 50 % vom Hauptvorstand und zu 50 % von den Bezirken getragen werden. Der Hauptvorstand der DPG folgt dem Vorschlag des GHV.

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60er Jahre

Nur wenige Veränderungen

Während die fünfziger Jahre für das Haus Blankenstein vom Reiz des Neuen und vom Beginn einer neuen Dimension gewerkschaftlicher Bildung bei der Deutschen Postgewerkschaft geprägt sind, stehen die sechziger Jahre eher unter dem Zeichen der Etablierung und Konsolidierung. Große und grundsätzliche Veränderungen gibt es nicht. Die Mitglieder und Funktionäre sind stolz auf ihr Haus. Das zeigt die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Von zum Beispiel Oktober 1968 bis Juni 1969 sind das 999 Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen und Mitglieder (Gewerkschaftliche Praxis, Nr. 12, Jg. 14/1969, Seite 293). Auch Veranstaltungen im Haus Blankenstein, die nicht Schulungen sind und einige Artikeln zum Beispiel in der Mitgliederzeitschrift Deutsche Post zeigen die tiefe Verbundenheit mit dem Haus Blankenstein.

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70er Jahre

 

Alles wird anders

Die siebziger Jahre sind ein turbulentes Jahrzehnt für das Haus Blankenstein. Am Ende sind Funktion und Aufgaben des Hauses Blankenstein, sowie Inhalte und Methoden verändert. Damit einher gehend sind umfangreiche bauliche Veränderungen. Aber der Reihe nach.

Die Veränderungen innerhalb der DPG, die sich auch auf das Haus Blankenstein auswirken werden, beginnen offiziell im Jahr 1969. Der Hauptvorstand der DPG erteilt am 23. Januar 1969 einer aus Mitgliedern des Hauptvorstandes der DPG zusammengesetzten Kommission den Auftrag „… Vorschläge für die gewerkschaftliche Arbeit zu formulieren“ (Bericht zum Selbstverständnis der Gewerkschaften, in: Gewerkschaftliche Praxis Nr 6/7, 1971, Seite 127). Grundlage dieses Beschlusses des Hauptvorstandes sind unter anderem „…unvollendete Arbeitsunterlagen einer Tagung der Bezirkssekretäre der Deutschen Postgewerkschaft…“ (ebd.), die vom 2. bis 7. November 1968 im Haus Blankenstein stattgefunden hatte. Und schon beim 8. Jugendtag der DPG am 20. und 21. Mai 1965 in der Meistersingerhalle in Nürnberg nahmen neben den Themen zur Organisations- und Berufspolitik, allgemeinpolitische Themen immer mehr Raum ein.

Die Kommission nimmt ihre Arbeit am 4. November 1969 auf. Der umfangreiche Bericht der Kommission wird unter dem Titel „Bericht zum Selbstverständnis der Gewerkschaften“ in der Gewerkschaftlichen Praxis Nummer 6/7, 1971 veröffentlicht. In diesem Bericht werden auch umfangreiche Vorschläge zur gewerkschaftlichen Bildungsarbeit gemacht. Schließlich mündet dieser Bericht in  den Entwurf einer neue Satzung und eines „Gesellschafts- und berufspolitischen Programms“. Letzteres wird am 23. Juli 1973 allen Mitgliedern nach Hause zugestellt und es entwickelt sich eine breite Diskussion in vielen Gremien und vor allem bei den Jahreshauptversammlung des Jahres 1973, wie der Vorsitzende der DPG, Ernst Breit beim  11. ordentlichen Kongress, der vom 20. bis 26. Oktober 1974 in Hamburg stattfindet, ausführt (30 Jahre Deutsche Postgwerkschaft aus der Sicht der Kongresse und Bundeskonferenzen 1949 – 1979, Seite 227). Der Kongress beschließt nach umfangreichen Beratungen in vier Arbeitsgruppen sowohl das “Gesellschafts- und berufspolitische Programm” als auch eine neue Satzung.

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80er Jahre

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90er Jahre bis ver.di-Gründung

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ver.di-Gründung bis Heute

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